Unterstützen Sie Ihr Kind!
Jugendschutzgesetze können und sollen die Verantwortung von Eltern und pädagogischen Fachkräften nicht ersetzen. Zwar müssen Sie Kinder und Jugendliche nicht ständig an die Hand nehmen und kontrollieren, Sie sollten deren Lieblingsangebote aber kennen. Begleiten Sie Ihr Kind seinen Erfahrungen entsprechend, um es bei Bedarf schützen zu können. Nehmen Sie an seinen Online-Aktivitäten teil, zeigen Sie Interesse daran, was es macht, was es fasziniert und mit wem es sich unterhält.
Legen Sie gemeinsam geeignete Angebote fest!
Suchen Sie je nach Alter und Fähigkeiten Ihres Kindes gemeinsam sichere Kommunikationsangebote aus, in denen es sich wohl fühlt. Für Kinder bis 12 sind Angebote mit dem Label „Kein Risiko“ zu empfehlen – entsprechende Angebote finden Sie in unserem Chat-Atlas. Diese Adressen können Sie in der Favoritenliste im Browser speichern – so können sie leicht per Mausklick aufgerufen werden.
Machen Sie Sicherheitschecks!
Prüfen Sie das Angebot, in dem Ihr Kind chatten möchte: Gibt es Moderatorinnen und Moderatoren, die bei Problemen einschreiten können? Bietet das Angebot einen Alarm-Button, über den Kinder bei Übergriffen Hilfe holen können? Gibt es eine Ignore-Funktion, um Belästiger auszublenden? Wie und wo können User einstellen, dass nur Dialoge von Freunden angenommen werden und Profile nur für Freunde sichtbar sind?
Nehmen Sie zusammen Sicherheitseinstellungen vor!
Kinder kennen sich oft nicht ausreichend mit den Einstellungen aus, die ein Kommunikationsdienst bietet. Bei Communitys und besonders auch bei Instant Messengern können diese zur eigenen Sicherheit beitragen. Meist sind sie jedoch nicht voreingestellt, sondern müssen durch den User selbst aktiviert werden. Sehen Sie sich die Möglichkeiten zusammen mit Ihrem Kind an und wählen Sie die passenden aus – konkrete Tipps finden Sie in unserem Chat-Atlas.
Vermitteln Sie Sicherheitsregeln!
Beschränken Sie die Online-Kommunikation!
Internet-Nutzung ist eine Form von Medienkonsum. Treffen Sie Vereinbarungen mit Ihrem Kind, wie lange es wo und mit wem chatten darf. Online-Freunde dürfen reale Freunde nicht verdrängen. Achten Sie darauf, dass es sich nicht zu sehr in virtuellen Räumen verliert – am besten durch ein ausreichendes Angebot anderer Freizeitaktivitäten.
Besprechen Sie Probleme!
Kinder nehmen Anfeindungen und Belästigungen meist sehr persönlich und können sich schlecht distanzieren. Die Folge können Irritationen oder Verängstigungen sein. Überfordert sind Kinder auch, wenn sie mit gewalthaltigem oder pornografischem Material konfrontiert werden. Verwirrung, Ekel, Schuldgefühle sind normale Schutzreaktionen. Nehmen Sie die Erlebnisse Ihres Kindes ernst, sprechen Sie ruhig mit ihm und machen Sie ihm keine Vorwürfe, sonst wird es sich Ihnen beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr anvertrauen.
Melden Sie Auffälligkeiten und Verstöße!
Sichern Sie Beweise und wenden Sie sich damit an den Betreiber oder an eine Meldestelle. Bei der Polizei können Sie außerdem Anzeige erstatten. Tipps hierzu finden Sie unter dem Punkt Rechtliches.
Meldestellen bei Verstößen:
jugendschutz.net – Jugendschutz in Telemedien
www.jugendschutz.net
hotline
[at]
jugendschutz.net
Initiative Deutschland sicher im Netz (eco, fsm)
www.internet-beschwerdestelle.de
Beratungsstellen können helfen:
Im Internet gibt es professionelle Online-Beratungsstellen, die sich um die Sorgen von Kindern und Jugendlichen kümmern.
Auch über ihre Ängste, die evtl. nach einer Belästigung im Internet entstanden sind, kann hier geredet werden.
Nummer gegen Kummer e.V.:
www.nummergegenkummer.de
Angebot: E-Mail-Beratung und Telefon-Hotline über 0800/1110333
BKE Jugendberatung e.V.:
www.bke-jugendberatung.de
Angebot: Einzelberatung, Gruppen-Chats und Themen-Chats
Beratungsnetz:
www.das-beratungsnetz.de
Angebot: Adressenliste vieler themenspezifischer Online-Beratungsstellen mit E-Mail-Beratung, Einzel- und Gruppenchats, Themen-Chats



